Alle drei Phasen enthalten 2 mg Vitamin B1 als Thiaminmononitrat (182 % NRV).
Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist ein wasserlösliches B-Vitamin, mit dem dein Körper Kohlenhydrate in Energie umwandelt. Die aktive Form Thiaminpyrophosphat ist Bestandteil der Enzyme, die den Glucosestoffwechsel in jeder einzelnen Zelle antreiben, am stärksten brauchen das Nervengewebe und der Herzmuskel.[1] Speichern lässt sich Thiamin kaum: Ohne Zufuhr reichen die Reserven gerade einmal zwei bis drei Wochen.
Vitamin-B1-Formen
Thiamin wird in mehreren chemischen Formen supplementiert. Sie unterscheiden sich in Stabilität, Aufnahme und darin, wie leicht sie ins Nervengewebe übergehen.
Thiaminmononitrat ist die Standardform in den meisten Multivitaminen und in der Lebensmittelanreicherung. Es ist ein stabiles, nicht hygroskopisches Salz aus Thiamin und Salpetersäure und übersteht Tablettenmatrices gut. Diese Form wird in der nōuxx Cycle Routine verwendet.[1]
Thiaminhydrochlorid ist die andere übliche pharmazeutische Form. Es ist sehr gut wasserlöslich. Bei gesunden Erwachsenen ist die Bioverfügbarkeit von Mononitrat und Hydrochlorid weitgehend vergleichbar.[1]
Wie viel du brauchst
Die European Food Safety Authority setzt die Bevölkerungs-Referenzzufuhr auf 0,1 mg Thiamin pro Megajoule Energiezufuhr. Für die meisten erwachsenen Frauen kommt das auf rund 0,9 mg pro Tag, in den USA gilt eine Empfehlung von 1,1 mg pro Tag.[1]
Nahrungsquellen sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Schweinefleisch, Sonnenblumenkerne und angereicherte Frühstücksflocken. Raffinierte Getreide verlieren während der Verarbeitung den größten Teil ihres Thiamins, sofern sie nicht angereichert werden. Hoher Alkoholkonsum zehrt Thiamin doppelt, durch geringere Aufnahme und durch eine gestörte Resorption. Kaffee und Tee enthalten Verbindungen, die Thiamin im Darm bei sehr hoher Aufnahme zerstören.[1] Die nōuxx Cycle Routine liefert in allen drei Phasen 2 mg pro Portion.
Die Wissenschaft zur Frauengesundheit
Energiestoffwechsel
Thiamin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Funktion des Nervensystems bei.[2]
Für eine bessere kognitive Leistung durch zusätzliches Thiamin bei gesunden Frauen ohne Mangel gibt es nur begrenzte direkte Belege. Die 2 mg in nouxx Cycle Routine sind eine ernährungsphysiologische Dosis, keine Behandlung kognitiver Beschwerden.
Schwangerschaft und Dysmenorrhoe
In der Schwangerschaft steigt der Thiaminbedarf. Eine Übersichtsarbeit aus 2023 in Frontiers in Nutrition beschrieb den höheren Bedarf, der durch die Ausweitung des mütterlichen Blutvolumens und das fetale Wachstum entsteht. Schweres Erbrechen in der Frühschwangerschaft kann die Reserven schnell aufzehren, und unbehandelter mütterlicher Mangel wurde mit kardialen, neurologischen und gastrointestinalen Komplikationen beim Säugling in Verbindung gebracht.[3] Die Autorinnen und Autoren weisen darauf hin, dass der Thiaminstatus in der Schwangerschaftsvorsorge trotz dieser Folgen nicht routinemäßig gemessen wird.
Bei Regelschmerzen deuteten ältere Studien darauf hin, dass hochdosiertes Thiamin (100 mg pro Tag) die Schmerzwerte bei primärer Dysmenorrhoe senken könnte. In den letzten zehn Jahren sind dazu jedoch keine hochwertigen randomisierten Studien erschienen. Der Mechanismus könnte mit einem verbesserten Muskelstoffwechsel in der Gebärmutterwand zusammenhängen. Bis größere moderne Studien einen Effekt bestätigen, bleibt die Evidenz für Thiamin speziell bei Regelschmerzen zu dünn für klare Schlüsse.
Von der EU zugelassene Health Claims
Nach EU-Recht ist Thiamin offiziell für die folgenden Health Claims zugelassen:
- Thiamin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
- Thiamin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
- Thiamin trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei
- Thiamin trägt zu einer normalen Herzfunktion bei[2]
Referenzen
[1] National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements. Thiamin: Fact Sheet for Health Professionals. ods.od.nih.gov/factsheets/Thiamin-HealthProfessional
[2] Commission Regulation (EU) No 432/2012 establishing a list of permitted health claims made on foods. Official Journal of the European Union, 25 May 2012. eur-lex.europa.eu
[3] Kareem O, Nisar S, Tanvir M, Muzaffer U, Bader GN. Thiamine deficiency in pregnancy and lactation: implications and present perspectives. Frontiers in Nutrition 2023;10:1080611. doi.org/10.3389/fnut.2023.1080611




